Tausende Menschen werden am 24. April zwischen den AKW-Standorten Brunsbüttel und Krümmel in Schleswig-Holstein eine Menschenkette bilden, um ein mächtiges Signal gegen Atomkraft zu setzen.

Jusos aus ganz Deutschland sind mit dabei und treten innerhalb der breiten Anti-AKW-Bewegung für zukunftssichere Erneuerbare Energien ein. Nicht nur die militärische, sondern auch die zivile Nutzung der Kernenergie zur Energieerzeugung in Atomkraftwerken, sowie die damit verbundene nicht gelöste Endlagerproblematik birgt für die Menschen weiterhin nicht kalkulierbare Gefahren und Risiken.

Die Pläne der Bundesregierung

Schwarz-Gelb will den Atomausstieg rückgängig machen. Auch alte Pannenreaktoren sollen länger laufen. Das bedeutet: Das Risiko gefährlicher Zwischenfällen nimmt zu. Deutlich mehr Atommüll – ohne ein sicheres Endlager. Deutschland wird seine führende Position bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien, beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien, nicht halten können und viele Tausend moderne Arbeitsplätze gehen verloren. Gewinner einer solchen Politik sind einzig die großen Stromkonzerne, die mit ihren alten, abgeschriebenen Atommeilern viel Geld verdienen werden.

Wir Jusos fordern Schwarz-Gelb auf, den von der SPD und den Grünen beschlossenen Atomausstieg einzuhalten, die Atomkraftwerke Biblis A und Neckerwestheim I dieses Jahr planmäßig vom Netz zu nehmen und die Pannenmeiler Krümmel und Brunsbüttel nicht wieder hochfahren zu lassen.

Wir rufen dazu auf, sich an Protestaktionen gegen Atomkraft zu beteiligen und dadurch die Anti-AKW-Bewegung weiter zu stärken. Die Regierung braucht scheinbar Handlungsempfehlungen und wird diese durch eine starke außerparlamentarische Opposition auch bekommen.

200 Leute bei Auftaktaktion am 10. April in Kassel

In über 50 Städten bundesweit fanden am Samstag, den 10. April, Auftakt-Menschenketten für den Atomausstieg statt. Zwei Wochen vor der 120 Kilometer langen Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein setzten hier hunderte Bürgerinnen und Bürger ein sichtbares Zeichen gegen Laufzeitverlängerungen für Atommeiler. Auch in Kassel trafen sich 200 Menschen und bildeten eine Menschenkette entlang des Friedrichsplatzes.

Ich will mich in die Kette einreihen. Wie geht das?


Von Kassel fährt direkt ein Sonderzug (Naturstrom-Express) zur Aktion. Es gibt drei verschiedene Preise: das Sozialticket für 19,00 €, Normalticket für 29,00 € und das Solidaritätsticket für 39,00 €. Die Idee ist, dass die Solidaritätstickets die Sozialtickets finanzieren. Wer ausreichend Geld verdient, sollte also ein Solidaritätsticket ordern.

Wer sich in die 120 Kilometer lange Menschenkette einreihen möchte, sich alleine aber nicht traut, kann über das Formular weiter unten mit uns in Kontakt treten. Wir können versuchen die Bestellung der Zugtickets so zu arrangieren, dass wir im Zug und in der Kette nebeneinander stehen. Aktionen machen gemeinsam sowieso mehr Spaß.

Weitere Informationen

Mehr Informationen findet ihr unter:


Sebastian Böttger

Informatikstudent an der Universität Kassel
seit 2006 aktiv in der Juso Hochschulgruppe
Seit 2007 Mitglied der SPD
Seit 2010 im Vorstand der Jusos Kassel-Stadt

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