Die Mobilität ist mitentscheidend für die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben. Ohne Verkehrsmittel sind viele innerstädtische Distanzen kaum in einem angemessenen Zeitfenster zu überwinden. Umso wichtiger ist es, dass alle Menschen in Kassel die Möglichkeit haben den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

„Problematisch wird es vor allem dort, wo Menschen auf Busse und Bahnen als Transportmittel angewiesen sind, ihre finanzielle Situation es ihnen aber nicht ermöglicht diese zu nutzen. Hier ist das soziale Gewissen der Stadt Kassel gefragt“, sagt die Unterbezirksvorsitzende der Kasseler Jusos, Sabine Wurst. Aus diesem Grund sprechen sich die Kasseler Jusos für die Schaffung eines „echten“ Sozialtickets aus, das allen Bürgerinnen und Bürgern Kassels finanziell ermöglicht das ÖPNV-Angebot zu nutzen.

Wenn im Arbeitslosengeld II-Satz für Mobilität nur wenige Euro vorgesehen sind, dann ist ein 30€-Ticket für die Betroffenen nicht finanzierbar. Deshalb formuliert  Wurst weiter: „Auch der Bund ist hier in der Pflicht die Bedarfssätze für den ÖPNV beim ALG II so anzupassen, dass damit ein Sozialticket für die Betroffenen finanzierbar und für die kommunalen Haushalte umsetzbar ist. Dessen ungeachtet lautet unsere Devise dennoch weiter: Ein städtisches Sozialticket ist für eine solidarische Stadtgemeinschaft unausweichlich.“