Programm

Mit Leidenschaft für die Idee(n)

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb der Schule und dies nicht erst, seitdem die „Erziehungsfunktion“ der Schulen immer größer zu werden scheint. Schulsozialarbeit hat den Anspruch präventiv zu arbeiten und nicht, wie heute meist üblich, erst wenn es an den Schulen so viele Probleme gibt, dass Schulsozialarbeit als eine Art Feuerwehr einsprignen muss. Daher fordern wir Jusos,

  • dass an ALLEN Kasseler Schulen Schulsozialarbeit Bestandteil der pädagogischen Arbeit wird. Hiefür ist es notwendig,
  • dass mehr Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter eingestellt werden und
  • dass die Stadt Kassel sich an den Kosten dafür solange beteiligen muss, bis erreicht ist, dass das Land Hessen die gesamten Kosten für Schulsozialarbeit trägt.

Jugendbeteiligung

Kinder und Jugendliche sind Teil der Stadtgesellschaft, doch haben sie innerhalb alltäglicher politischer Entscheidungen nur wenig Möglichkeiten gehört zu werden. Dies muss sich ändern, denn die Kinder und Jugendlichen sind die handelnden Personen von morgen und müssen an Demokratie praktisch herangeführt werden. Daher fordern wir,

  • dass die Stadt Kassel ein Kinder- und Jugendparlament schafft, dass bei wichtigen Entscheidungen angehört wird und
  • dass die projektbezogene Jugendbeteiligung erhalten und ausgebaut wird.

Universität

Dieses Jahr feiert die Unisversität unserer Stadt ihr 40-jähriges Jubiläum. Die Hochschule ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt geworden. Allerdings scheint es, als leben Universität und Stadt teilweise getrennt nebeneinander her. Dies zu ändern ist unser Wunsch, daher stehen wir dafür ein,

  • dass die Studierendenschaft über ihre gewählten Vertreterinnen und Vertreter an städtischen Entscheidungen beteiligt wird, die direkten Einfluss auf das Umfeld der Universität haben und
  • dass das Campus-Umfeld sicherer wird, beispielsweise über eine verbesserte Straßenbeleuchtung und
  • dass die ÖPNV-Anbindung des Holländischen Platzes endlich spürbar verbessert wird!

Kassel-Pass

Allen Bürgerinnen und Bürgern Kassels den Zugang zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu gewähren, muss ein Anliegen einer sozialen Stadtgesellschaft sein. Deshalb fordern wir Jusos die Einführung eines Kassel-Passes,

  • der vergünstigten Zugang zu Kultureinrichtungen wie Museen oder die Volkshochschule bietet,
  • der darüber hinaus auch Freizeiteinrichungen wie die Hallen- und Freibäder mit einschließt,
  • der vor allem in Form eines Junior-Kassel-Passes auch Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt.

Präventation statt Verbote und Überwachung

Wir Jusos lehnen die verhängten Alkoholverbote und die Kameraüberwachung an einigen Plätzen in Kassel ab. Verbote lösten Probleme wie Alkoholismus im öffentlichen Raum nicht, sie werden lediglich auf andere Orte außerhalb der Innenstadt verschoben. Außerdem löst Kameraüberwachung keine Sicherheitsprobleme, sondern vermindert vielmehr die Zivilcourage in der Gesellschaft. Deshalb fordern wir, dass

  • die verhängten Alkoholverbote aufgehoben werden und stattdessen
  • städtische Präventionsprogramme aufgelegt werden, die Hilfsangebote an Betroffene richten,
  • die Kameraüberwachung auf öffentlichen Plätzen und den Straßenbahnen aufgegeben wird und
  • eine aufsuchende flächendeckende Sozialarbeit.

Mobilität

Mobilität ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mobilität bedeutet nicht nur von A nach B zu gelangen, sondern schafft so überhaupt erst die Voraussetzung beispielsweise an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen oder zum Arbeitsplatz zu gelangen. Für uns Jusos bedeutet Mobilität das intelligente Zusammenspiel von Auto, dem Öffentlichen Personennahverkehr, sowie der Nutzung des Fahrrads. Hierfür braucht die Stadt Kassel ein Verkehrskonzept für das 21. Jahrhundert, das die Lebensqualität der Kasseler Bürgerinnnen und Bürger nachhaltig verbessert.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Der Öffentliche Personnenahverkehr ist eine tragende Säule im Moblitätskonzept Kassels. Das Festhalten und die Modernisierung des Straßenbahnnetzes in den letzten Jahrzehnten zahlt sich heute umso mehr aus. Dennoch bietet der ÖPNV weiteres Entwicklungspotential, das genutzt werden sollte. Daher fordern wir Jusos,

  • dass ein Sozialticket geschaffen wird, damit endlich alle Kasseler Bürgerinnen und Bürger das ÖPNV-Angebot nutzen können,
  • dass weiter in das Streckennetz investiert wird und darüber hinaus zusätzliche Konzepte zur Erweiterung des Streckennetzes entwickelt werden,
  • dass es einen durchgehenden Nachtverkehr gibt, der auf die heutigen Arbeitsbedingungen reagiert und Partygängerinnen und Partygänger nachts nicht im Regen stehen lässt.

Motorisierter Individualverkehr

Der Autoverkehr ist dem Kasseler lieb und teuer, doch beinhaltet er auch Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger. Um diese Belastungen des motorisierten Individualverkehrs zu verringen und die Lebensqualität zu erhöhen, fordern wir,

  • dass verkehrsbereuhigte Zonen ausgeweitet werden und
  • dass intelligiente Konzepte zum Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel geschaffen werden, sodass den Menschen, die auf den PKW angewiesen sind, die Möglichkeit geboten wird bereits vor den Toren Kassels auf Tram oder Bus umzusteigen.

Der Radverkehr als ökologische Alternative

Der Fahrradverkehr wurde in Kassel lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt. Hier hat zwar ein Umdenken stattgefunden, dennoch ist die Situation für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfaher in Kassel nicht zufriedenstellend. So fordern wir Jusos,

  • dass die Verkehrssicherheit für den Fahrradverkehr verbessert wird, vor allem durch
  • die Ausweisung weiterer Fahrradstreifen und die Schaffung weiterer Radwege.

Dies ist eine kurze Zusammenstellung unserer wichtigsten Positionen und Ideen für Kassel. Weitere Beschlüsse unserer Unterbezirkskonferenz vom Februar 2010 findest Du hier!

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