Am Samstag, den 25. Januar 2013 hat der Juso-Unterbezirk Kassel-Stadt in seiner Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt, sein Arbeitsprogramm für das Jahr 2014 verabschiedet und wichtige inhaltliche Anträge beschlossen.

Der neue Juso-Unterbezirksvorsitzende Julian Steiner (27) stammt ursprünglich aus der Nähe von Würzburg und hat in Tübingen Politikwissenschaft und Geographie studiert. Er lebt seit vier Jahren in Kassel und arbeitet hier im Bereich Erneuerbare Energien und Klimaschutz. Er wurde von den anwesenden Jusos einstimmig zum Nachfolger von Johannes Gerken gewählt, der nach drei Jahren als Juso-Unterbezirksvorsitzender nicht erneut zur Wiederwahl antrat. Zu den beiden stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Konferenz Kevin Glock (21) und Salome Lötzgen (23). Des Weiteren gehören dem Vorstand als Beisitzerinnen und Beisitzer Gabriel Weise (20), Lena Bischoff-Stein (21), Andreas Dietz (30), Carolin Arbter (19), Ron-Hendrik Peesel (23) und Elisa Badone (19) an.

Als die beiden wichtigsten Schwerpunkte im Arbeitsprogramm für die erste Jahreshälfte definierte der Kasseler SPD-Nachwuchs einerseits den Abschluss des Erneuerungsprozesses der Kasseler SPD und andererseits die Europawahlen Ende Mai. „Bezüglich der Wahlen zum Europäischen Parlament haben wir uns vorgenommen, den Kasseler Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, welch große Bedeutung dieser Wahl und dem EU-Parlament mittlerweile zukommen und natürlich offensiv für die Positionen der europäischen Sozialdemokratie zu werben.“, so der neue Vorsitzende Julian Steiner.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die „Juso-Vereinstour“. Unter diesem Schlagwort möchten die Kasseler Jusos ihre im letzten Jahr begonnenen Besuche von Kasseler Vereinen (wie den Kopiloten e.V. und Respekt e.V.) fortsetzen. „Wir möchten uns über die Arbeit der Vereine informieren und hören, wo ihnen der Schuh drückt. Mit den gewonnenen Erkenntnissen werden wir uns bei der Stadtverwaltung und unseren Vertreterinnen und Vertretern im Kommunalparlament für eine Verbesserung der Situation dieser für Kassel so wichtigen Institutionen einsetzen.“, formuliert der stellvertretende Vorsitzende Kevin Glock das Ziel der Vereinstour.

Außerdem wird das Thema Energiewende auf der Agenda stehen. Im dazu einmütig beschlossenen Antrag fordern die Kasseler Jusos ihre Mutterpartei dazu auf, sich für die Fortsetzung einer dezentralen Energiewende einzusetzen. „Die Rahmenbedingungen müssen so gesetzt werden, dass die maßgeblichen Triebkräfte der Energiewende, also Genossenschaften, Stadtwerke, Mittelständler und Privathaushalte bestärkt und nicht abgekanzelt werden. Das von unserem Parteivorsitzenden vorgelegte Papier weißt hier noch viele Schwachpunkte auf.“, betonte Julian Steiner. Mit dem Antrag sprechen sich die Jusos ausdrücklich u.a. gegen die verpflichtende Direktvermarktung für regenerativ erzeugten Strom und die Einführung eines atmenden Deckels für die Windenergie aus. Nur so können die zur Finanzierung herangezogenen Bürgerinnen und Bürger endlich selber von den mittlerweile günstigen Technologiepreisen profitieren und eine langfristig bezahlbare, ökologisch verantwortliche und demokratische Energieversorgung umgesetzt werden.