Oberzwehren. „Vandalismus und Zerstörung von Wahlplakaten sind mittlerweile eine traurige Normalität im Wahlkampf geworden, daran haben wir uns schon gewöhnt. Woran wir uns nicht gewöhnen werden und wollen, ist die versuchte Einschüchterung und Zerstörung von Plakaten unserer Mitglieder, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Namens oder ihrer Herkunft angefeindet werden. Das ist Rassismus!“, so die Juso- Vorsitzende Johanna Kindler zu den jüngsten Vorfällen aus dem Kommunalwahlkampf in Kassel.

Während des Wahlkampfes waren immer wieder gezielt Plakate von dem Ortsbeiratskandidaten Ilyas Yassin zerstört, sein Gesicht besprüht, mit Messern zerkratzt oder Sprüchen versehen worden, wohingegen die restlichen Kandidat*innen unversehrt blieben.

„Wir Jusos und die SPD in Kassel stellen uns klar gegen jede Art der rassistischen Angriffe. Wir verurteilen die Beschädigung der Wahlplakate scharf und werden die Vorfälle konsequent zur Anzeige bringen“, so Nuria Perez Rivas, die für die Jusos in die Kasseler Stadtversammlung eingezogen ist.

Ilyas Yassin selbst fühlt sich durch diese Vorfälle in seiner Haltung bestärkt und gibt sich bewusst kämpferisch: „Wer für eine offene Gesellschaft eintreten möchte, darf sich nicht von Nazis und Ewiggestrigen Angst einjagen lassen.“

Für seine Herzensthemen einer vielfältigen Stadtgesellschaft und eines sozialgerechten Klima- und Umweltschutzes wird er sich auch weiterhin in der Kasseler SPD und bei den Jusos einsetzen. Die Polizei wurde bereits über die Vorfälle informiert.